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Wienand-Johnen-Pfeiffer 2
Neue Grenzen
Frieder Pfeiffer, Gesang
Alexander Wienand, Klavier
Andreas Pfeiffer, Gitarre
Urs Johnen, Kontrabass
„Natürlich ist klar, dass wir Neues ausprobieren wollen.“ Alexander Wienand weiß, dass die Ziele nie andere waren bei WienandJohnenPfeiffer2 – zum dritten Besuch bei Jazz am Schießberg im dritten Jahr in Folge ergibt sich der Drang, neues Gebiet zu erkunden, nun aber noch zwangsläufiger. „Zuhörer, die zu allen drei Konzerten gekommen sind, sollen selbstverständlich nicht dreimal dasselbe hören“, sagt Wienand.
Also (fast) alles wieder von Anfang. In den ersten beiden Gastspielen am Schießberg bewegten sich die vier Exil-Calwer als Grenzgänger zwischen den Welten Klassik, Jazz und Pop. Dort fühlt sich das Quartett immer noch zuhause, doch sollen die fremden Welten noch weiter erschlossen und miteinander verknüpft werden. So darf beispielsweise die Klassik durchaus mehr Einfluss finden im Programm, was zu recht spannenden Ergebnissen führen soll. Gleichzeitig soll sich das dynamische Spektrum vergrößern. Eine elementare Veränderung dabei: „Schon zum Start des Ensembles haben wir viel über einen Schlagzeuger nachgedacht. Jetzt haben wir endlich einen“, verrät Bassist Urs Johnen. Jan-Philipp Wiesmann, der mit Wienand an der Musikhochschule Würzburg studierte, soll weitere musikalische Grenzen öffnen. Wiesmann ist für die Gruppe kein Unbekannter. „Wir haben schon miteinander Musik gemacht, was die Probenarbeit natürlich immens erleichtert“, sagt Johnen. Das erscheint elementar für die Projektformation, deren Programm in wenigen Tagen erarbeitet werden will. Der Beruf und die Familie hat die ehemaligen Calwer in der Republik verstreut, so genießen WienandJohnenPfeiffer2 die eher seltenen Tage in der Heimat, wenn sie auch vornehmlich am Instrument und nicht bei den Eltern am Esstisch verbracht werden.
Viel will die Formation noch nicht verraten über das Programm für 2016, zu wenig lässt sich konkret formulieren, bevor die Probenarbeit ganz abgeschlossen ist. „Es ist ein Prozess mit offenem Ausgang“, sagt Gitarrist Andi Pfeiffer. Neue Stücke, die Potenzial für den gewünschten bandeigenen Charakter haben, sind ausgewählt, Arrangements erarbeitet. „Doch wie gut etwas funktioniert, sehen oder hören wir erst live“, sagt Wienand. „Und das merkt man manchmal früher und manchmal später“, ergänzt Sänger Frieder Pfeiffer. „Aber wenn es klappt, ist es schon in den Proben ein ziemlich gutes Gefühl.“
Und das war es bisher auch bei jedem Konzert, so Andi Pfeiffer: „In der Schule, die wir besucht haben, vor vielen Menschen, die wir kennen. Das ist für uns schon ein Highlight im Jahr – und das gleich am Anfang.“